Jugendlicher IS-Unterstützer verurteilt

Jugendlicher IS-Unterstützer verurteilt

Ein jugendlicher Syrer ist wegen Unterstützung der Terrororganisation "Islamischer Staat" vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der zweite Strafsenat (Staatsschutzsenat) verurteilte den in Leverkusen lebenden 18-Jährigen zu einer sogenannten Einheitsjugendstrafe von vier Jahren (AZ: III-2 Sts 3/19), wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hat die Möglichkeit, Revision zum Bundesgerichtshof einzulegen.

Über WhatsApp-Chats hatte der Angeklagte den Angaben zufolge von Mitte 2018 bis Februar 2019 von Leverkusen aus in fünf Fällen um Mitglieder und Unterstützer des "Islamischen Staates" geworben. Dabei hatte er zugleich in mehreren Fällen IS-Propagandamaterial mit Gewaltdarstellungen verbreitet.

Zudem habe sich der Angeklagte in einem Fall der versuchten Anstiftung zum Mord schuldig gemacht, erläuterte das Gericht. Im Chat habe er unter der Anleitung eines IS-Mitglieds einen in Syrien lebenden Mann aufgefordert, als "Vertrauensbeweis" eine vom Glauben abgefallene Person zu töten. Vor der beabsichtigten Tatausführung sei der Mann jedoch bei der Ausspähung des Hauses des "Abtrünnigen" festgenommen worden.

Die im Jugendstrafrecht verankerte Einheitsstrafe bündelt Strafen für mehrere Strafdelikte. Bei der Zusammenfassung zu einer Strafe dürfen die festgelegten Höchstgrenzen der Jugendstrafe nicht überschritten werden.

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