Klimaforscher kritisiert Kohle-Entschädigungen

Klimaforscher kritisiert Kohle-Entschädigungen

Der Klimaexperte Ottmar Edenhofer hat die geplanten Entschädigungszahlungen für Kraftwerksbetreiber beim Kohleausstieg kritisiert. Es sei zwar gut, dass die Bundesregierung jetzt einen Fahrplan zum Kohleausstieg beschlossen habe, erklärte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) am Mittwoch in Potsdam: "Allerdings macht sie ihn unnötig teuer."

Die hohen Direktzahlungen an die Kraftwerksbetreiber als Entschädigung für das Abschalten von Anlagen seien ein Fehler, betonte Edenhofer, der auch das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) leitet: "Sie hebeln das Verursacherprinzip aus, demzufolge derjenige, der emittiert, entsprechend zahlen soll." Nun bekämen stattdessen diejenigen Geld, die den Schadstoffausstoß einstellen. Deswegen hätten die Betreiber einige Kraftwerke länger als wirtschaftlich darstellbar am Netz gelassen, betonte Edenhofer: "Um nun Entschädigungszahlungen zu erhalten."

Beim Ausstieg aus der Kohle sieht die Bundesregierung für Kraftwerksbetreiber eine Entschädigungssumme in Höhe von bis zu 4,35 Milliarden Euro vor.

epd lob/mey fu

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