Morawiecki und Woidke erinnern an NS-Opfer

Morawiecki und Woidke erinnern an NS-Opfer

Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) haben in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen der Opfer des NS-Regimes gedacht. Bei dem Besuch in dem ehemaligen Konzentrationslager in Oranienburg seien auch Kränze unter anderem für verschiedene polnische Opfergruppen niedergelegt worden, sagte ein Regierungssprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Morawiecki trug sich zudem in das Gästebuch der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ein. Anlass des Besuchs war der Holocaust-Gedenktag, der an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 erinnert. Im KZ Sachsenhausen waren zwischen 1936 und 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Zehntausende von ihnen wurden ermordet oder starben auf andere Weise.

Zahlreiche Sachsenhausen-Häftlinge waren Polen. Darunter waren auch 169 deportierte Wissenschaftler der Krakauer Jagiellonen-Universität und der Oberkommandierende der polnischen militärischen Widerstandsorganisation "Heimatarmee", Stefan "Grot" Rowecki. Er war dort ab Juli 1943 als "Sonderhäftling" inhaftiert und wurde nach dem Beginn des Warschauer Aufstandes am 1. August 1944 ermordet.

Woidke, der auch Polen-Koordinator der Bundesregierung ist, nannte den Besuch Morawieckis vorab ein wichtiges Signal der Versöhnung. "Nach dem unvorstellbaren Leid, das Deutsche über Polen gebracht haben, zeigt diese Geste, welche immense Friedens- und Versöhnungsarbeit in den zurückliegenden Jahrzehnten geleistet wurde", erklärte Woidke.

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