Forscherinnen untersuchen Friedensengagement geflüchteter Frauen

Forscherinnen untersuchen Friedensengagement geflüchteter Frauen

Migrationsforscherinnen der Universität Osnabrück wollen die Rolle von geflüchteten Frauen für den Frieden untersuchen. Sie werden der Frage nachgehen, wie Menschen und insbesondere Frauen, die vor gewaltsamen Konflikten geflohen sind, sich für Frieden einsetzen, teilte die Uni am Dienstag mit. Dazu werden sie in einem kenianischen Flüchtlingslager mit Geflüchteten sprechen.

Wissenschaftliche Studien beschäftigten sich bisher vorrangig mit den Risiken, denen Frauen in Flüchtlingslagern ausgesetzt seien. Gewalt in Konflikten, die Geflüchtete in ihrer Heimat erlebt hätten, führten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen auch in den Lagern. Frauen seien dort häufig Opfer, erläutere Projektleiterin Ulrike Krause vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien.

Die Bedeutung von Frieden werde in der Forschung bislang vernachlässigt, sagte die Professorin. Die Forscherinnen wollen herausfinden, wie geflüchtete Frauen Frieden verstehen und wie sie sich im Lager und in ihren Herkunftsregionen für friedliche Verhältnisse einsetzen möchten. Die Erkenntnisse sollen Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt werden. Das Vorhaben wird von der Deutschen Stiftung Friedensforschung mit Sitz in Osnabrück gefördert.

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