Papst ruft Teilnehmer in Davos zu mehr Solidarität auf

Papst ruft Teilnehmer in Davos zu mehr Solidarität auf

Papst Franziskus hat die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos zu mehr Solidarität mit den Schwachen in der Gesellschaft aufgerufen. In einer am Dienstag im Vatikan veröffentlichten Botschaft an den Vorsitzenden des Forums, Klaus Schwab, äußerte Franziskus die Hoffnung, dass die Teilnehmer vor allem mit den Menschen solidarischer umgehen, die politische und soziale Ungerechtigkeiten erleben. "Die Würde anderer mit Füßen treten, schwächt den eigenen Wert", mahnte das Kirchenoberhaupt. Echte Entwicklung könne es nur geben, wenn sie alle Menschen einschließe.

Allein auf Nutzen oder Eigeninteresse konzentriertes Denken führe leicht zu Mangel an Solidarität und Ungerechtigkeit, unterstrich Franziskus. Der Papst hatte mit kapitalismuskritischen Äußerungen in seiner Sozialenzyklika "Laudato si" bereits 2015 konservative Kirchenkreise vor allem in den USA gegen sich aufgebracht. Seither überreicht er sie Gästen aus Politik und Wirtschaft wie US-Präsident Donald Trump bei Audienzen als Geschenk.

Meldungen

Top Meldung
Kirchensteuereinnahmen schrumpfen wegen Corona-Pandemie stärker als während der Finanzkrise.
Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Volker Knöppel, rechnet angesichts der Corona-Krise mit einem Kirchensteuerrückgang von etwa 10 bis 25 Prozent. Die negativen Auswirkungen würden damit dramatischer sein als bei der Finanzkrise 2008/2009.