Musterfassade für Berliner "House of One" vorgestellt

Musterfassade für Berliner "House of One" vorgestellt

Auf der Baustelle des geplanten Drei-Religionen-Projektes "House of One" in Berlin ist eine Musterfassade aus hellem sandfarbenen Backstein errichtet worden. Damit solle die Wirkung des künftigen Bauwerks auf den Stadtraum getestet werden, wie die Stiftung "House of One" am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Musterfassade diene "als Labor, an dem Ästhetik, Farbe, Wetterbeständigkeit, Fugenvarianten des traditionellen Baumaterials beobachtet werden können", sagte Architekt Johannes Kuehn. Die Musterfassade soll bis 2022 stehen.

Unter dem Dach des "House of One" soll es künftig eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee geben. Das Drei-Religionen-Haus soll auf den Fundamenten der einstigen St. Petri-Kirche entstehen. Das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi hat für das Projekt ein zeitgenössisches, etwa 46 Meter hohes Gebäude entworfen. Die fast einen Meter dicken Wände werden massiv aus Ziegeln gemauert. Diese Bauweise sei zwar archaisch, aber auch nachhaltiger als Betonbauten mit Wärmedämmung, sagte Architekt Kuehn.

Die Grundsteinlegung ist für den 14. April 2020 geplant, die Bauzeit wird mit mindestens drei Jahren angegeben. Getragen wird das Projekt von der gleichnamigen Stiftung, die neben christlichen auch jüdische und muslimische Unterstützer hat.

Für die Errichtung werden insgesamt 47,2 Millionen Euro an Baukosten veranschlagt. Bislang sind nach Angaben der Stiftung mehr als 30 Millionen Euro an Spenden und Zuwendungen eingegangen, davon über 10,5 Millionen Euro von Privatspendern. Je zehn Millionen Euro stellen der Bund und das Land Berlin bereit.

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