Italien weist "Sea Watch 3" und "Open Arms" sichere Häfen zu

Italien weist "Sea Watch 3" und "Open Arms" sichere Häfen zu

Nach tagelangem Tauziehen habend die italienischen Behörden den beiden Rettungsschiffen "Sea-Watch 3" und "Open Arms" mit insgesamt knapp 240 im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen Taranto und Messina als sichere Häfen zugewiesen. Das teilten die Hilfsorganisationen, die die Schiffe betreiben, am Dienstag auf Twitter mit. Das deutsche Schiff "Sea-Watch 3" und die spanische "Open Arms" hatten Ende vergangener Woche 119 beziehungsweise 118 Flüchtlinge aufgenommen.

Die Besatzung der "Sea-Watch 3" äußerte sich erleichtert, nach tagelangem Ausharren auf See, zum Teil bei Hagelschauern, einen Hafen anlaufen zu können. Doch Erfahrungen mit der Umverteilung von Menschen zeigten, dass die Rechte der Flüchtlinge an Land nicht garantiert seien. "Wir brauchen faire und vorhersehbare Regelungen", mahnte die Crew.

Oscar Camps, der Gründer der spanischen Hilfsorganisation Open Arms, äußerte die Hoffnung, dass es bald zu einer Einigung auf ein strukturiertes System für Anlandungen geretteter Flüchtlingen und deren Verteilung geben werde. Wegen Angriffen der libyschen Küstenwache auf private Flüchtlingsretter forderte er, Übereinkünfte zwischen EU-Staaten und der libyschen Regierung auszusetzen.

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