AWO-Chef Stadler: Sozialstaat ist unter Druck

AWO-Chef Stadler: Sozialstaat ist unter Druck

Die AWO hat von der Politik einen entschlossenen Einsatz für gerechtere Lebensverhältnisse in Deutschland gefordert. Der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler erklärte am Freitag in Berlin anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Wohlfahrtsverbandes, zu viele Menschen könnten am Wohlstand der Gesellschaft nicht teilhaben.

Die AWO habe viel zu den Errungenschaften des Sozialstaats beigetragen, sagte Stadler weiter. Sie müssten aber verteidigt werden: "Wir leben in Zeiten, in denen diese gesellschaftlichen Errungenschaften unter Druck geraten." Eine neue Herausforderung sei der rechte Populismus, weil er das friedliche Zusammenleben gefährde. Die AWO verurteile jede Form von Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus und bekenne sich zu einer vielfältigen Gesellschaft, sagte Stadler.

Die AWO (Arbeiterwohlfahrt) wurde am 13. Dezember 1919 auf Initiative der Frauenrechtlerin und Sozialdemokratin Marie Juchacz gegründet. In Berlin wurde am Freitag mit einem Festakt, an dem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnehmen wollte, an die Gründung erinnert. Der Verband gehört heute zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird nach eigenen Angaben bundesweit von rund 318.000 Mitgliedern, 74.000 Ehrenamtlern und 231.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen.

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