Kretschmann stellt Hilfe für Lesbos-Flüchtlinge in Aussicht

Kretschmann stellt Hilfe für Lesbos-Flüchtlinge in Aussicht

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Hilfe für die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos angeboten. Das Bundesland werde seinen Beitrag zur Unterstützung und Aufnahme von Flüchtlingen leisten, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Allerdings müsse dazu der Bund initiativ werden. Eine Aufnahme in baden-württembergischer Eigenregie sei nicht möglich.

Kretschmann erinnerte daran, dass auch das Sonderkontingent an Jesiden, das 2015 im Südwesten aufgenommen worden war, zuerst vom Bund habe genehmigt werden müssen. Der Grünen-Politiker sieht akuten Handlungsbedarf. "Die Zustände auf Lesbos sind für die Kinder wirklich schrecklich", sagte er.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte am vergangenen Freitag bei der Innenministerkonferenz in Lübeck das Anliegen der Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Berlin bekräftigt, mehr als 100 Flüchtlinge unter 14 Jahren aufzunehmen, die in Lagern auf Lesbos leben. Die Situation dort sei "humanitär nicht erträglich". Die Aufnahme scheitere bislang an der Genehmigung durch das Bundesinnenministerium.

epd lbw jup

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