"Brot für die Welt" fordert Hilfe für arme Länder bei Klimaschäden

"Brot für die Welt" fordert Hilfe für arme Länder bei Klimaschäden

Vor dem Weltklimagipfel in Spanien mahnt "Brot für die Welt" faire Unterstützung für arme Länder bei der Bewältigung des Klimawandels an. Finanzielle Hilfen bei klimabedingten Schäden und Verlusten stünden in Madrid erstmals weit oben auf der Verhandlungsagenda, erklärte das evangelische Hilfswerk am Donnerstag in Berlin. Für die ärmsten Staaten sei der Gipfel deshalb von größter Bedeutung. Die 25. Weltklimakonferenz findet vom 2. bis 13. Dezember statt.

"Die ärmsten Menschen, die den Klimawandel nicht verursacht haben, tragen seine gigantischen Kosten", betonte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von "Brot für die Welt". Diese könnten sie unmöglich aus eigener Kraft bewältigen. Zusätzliche internationale Finanzzusagen seien deshalb unbedingt erforderlich.

Neue Finanzquellen müssten erschlossen werden, forderte Füllkrug-Weitzel. "Wenn den ärmsten Staaten nur Kredite angeboten werden, um mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden, droht ihnen eine massive Verschuldung. Im schlimmsten Fall folgt daraus eine permanente humanitäre Krise." Mit Verweis darauf, dass die G20-Staaten für 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich seien, erklärte Füllkrug-Weitzel: "Klimagerechtigkeit würde bedeuten, dass die Staaten für die Schäden Verantwortung übernehmen, die sie verursachen."

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