Zahl der Minijobs in Privathaushalten steigt

Zahl der Minijobs in Privathaushalten steigt

Die Zahl der gemeldeten Minijobs in deutschen Privathaushalten ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Im Juni 2019 waren fast 307.500 Menschen in privaten Haushalten geringfügig beschäftigt, wie die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Betreiber der Minijob-Zentrale am Freitag in Bochum mitteilte, Ende 2008 hatte die Zahl der geringfügig Beschäftigten noch bei etwa 173.200 Menschen gelegen. Über die Zahlen hatte zunächst die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Freitag) berichtet.

Nach Angaben eines Sprechers der Knappschaft hat der Anstieg der offiziell gemeldeten Minijobber in Privathaushalten aber nichts mit der tatsächlichen Zahl an Haushaltshilfen zu tun. Vielmehr gehe man davon aus, dass der deutliche Anstieg der Zahl der geringfügig Beschäftigten damit zusammenhänge, dass vormals schwarz Beschäftigte offiziell angemeldet wurden. Somit sei der Anstieg lediglich eine Verringerung der Schwarzarbeitsquote, hieß es. Man gehe von mehr als drei Millionen schwarz arbeitenden Personen in bundesdeutschen Haushalten aus.

Im gewerblichen Bereich ist die Zahl der Minijobber seit mehr als zehn Jahren fast konstant. Ende Juni dieses Jahres lag sie bei 6,7 Millionen. Laut dem Sprecher ist diese Zahl seit Ende 2004 weitgehend konstant geblieben. Daran hätten auch schlechtere konjunkturelle Jahre wenig geändert.

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