Kirchenasyl-Aktivisten kritisieren Mauerbau zwischen USA und Mexiko

Kirchenasyl-Aktivisten kritisieren Mauerbau zwischen USA und Mexiko

Aktivisten der deutschen Kirchenasylbewegung, der zivilen Seenotrettung und von Flüchtlingshilfsorganisationen haben den Mauerbau in den USA an der Grenze zu Mexiko kritisiert. Im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA kämen jährlich hunderte Flüchtlinge und Migranten in der Sonora-Wüste im südlichen US-Staat Arizona ums Leben, hieß es in einer Pressemitteilung von "Asyl in der Kirche" Berlin-Brandenburg am Montag in Berlin.

Vertreter der Kirchenasylbewegung aus Deutschland, Kanada und den USA treffen sich seit dem 4. November an der US-mexikanischen Grenze zu Beratungen. Im Rahmen der elftägigen Reise der deutschen Delegation stehen auch Treffen mit Flüchtlingsinitiativen in Mexiko auf dem Programm. Von deutscher Seite sind Vertreter von "Asyl in der Kirche", "Women in Exile", Borderline Europe, Sea-Watch und des Flüchtlingsrates Berlin dabei.

Pfarrer Bernhard Fricke vom Verein "Asyl in der Kirche" bezeichnete die Mauer zwischen den USA als Mexiko als "eine menschenrechtliche Wunde". "An dieser militärisch gesicherten Mauer werden Familien getrennt und das Grundrecht auf Asyl tausendfach verletzt", sagte Fricke.

Elizabeth Ngari von "Women in Exile" erklärte: "Uns verbindet die Forderung nach Bewegungsfreiheit für alle Menschen. Wir sehen aber stattdessen eine Militarisierung der Grenzen und die Kriminalisierung von Flucht und humanitärer Hilfe." Mehreren Ehrenamtlichen der lokalen Organisation "No More Deaths" drohten jahrelange Haftstrafen, weil sie Wasser für Menschen auf der Flucht in der Wüste deponierten, hieß es weiter.

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