Oberbürgermeister erfreut über Solidarität mit Nürnberger Christkind

Oberbürgermeister erfreut über Solidarität mit Nürnberger Christkind

Der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) hat sich erfreut über viele positive Reaktionen im Internet auf das neue Nürnberger Christkind Benigna Munsi geäußert. Er sei überrascht, "dass das Netz Haltung und Menschenwürde gezeigt hat", sagte Maly am Sonntag. Zuvor seien "bescheuerte Kommentare" zur Wahl Munsis aufgetaucht. Sie ist die Tochter einer deutschen Mutter und eines indischstämmigen Vaters.

Die 17-Jährige wird am 29. November als neues Christkind von der Empore der Nürnberger Frauenkirche den Prolog zur Eröffnung des Christkindlesmarkt sprechen. Zudem wird sie etwa 150 Termine in Altenheimen, Krankenhäusern und Kindereinrichtungen absolvieren.

An ihrer Wahl hatte unter anderem der AfD-Kreisverband München-Land Anstoß genommen. Auf Facebook postete er einen Vergleich mit der Ausrottung der Ureinwohner in Amerika: "Nürnberg hat ein neues Christkind. Eines Tages wird es uns wie den Indianern gehen." Der Beitrag wurde inzwischen gelöscht, der Kreisverband entschuldigte sich dafür.

Munsi sagte, sie fühle sich gut und für das neue Amt "noch motivierter" durch den erlebten "Candy-Storm", womit sie auf den vielfachen Zuspruch im Internet verwies. Ihr täten die Menschen leid, die sich nicht auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Ihr Vater Kausik Munsi sagte, er sei immer mit offenen Armen in Deutschland aufgenommen worden. Er war als 19-jähriger Student in die Bundesrepublik gekommen, wo er seine Familie gründete. "Menschen auf der ganzen Welt wandern", sagte Munsi, der im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) beschäftigt ist.

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