Antisemitismus-Beauftragter will nicht mehr posten und twittern

Antisemitismus-Beauftragter will nicht mehr posten und twittern

Der baden-württembergische Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume zieht sich Ende dieser Woche aus den sozialen Medien Facebook, Twitter und Instagram zurück. Er beobachte, dass die sozialen Netzwerke eine derartige Radikalisierung bei ihren Nutzern bewirken können, dass daran die Demokratie zugrunde gehen könnte, sagte Blume am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Stuttgart. Es sei dringend eine breite gesellschaftliche Debatte über die Medienentwicklung nötig.

Den Ausschlag für seine Entscheidung habe gegeben, dass Facebook die Nachrichten des rechtspopulistischen US-amerikanischen Portals "Breitbart" aufnimmt, sagte Blume. Er selbst habe viele Jahre versucht, auf Facebook, Twitter und Instagram zu argumentieren. Insbesondere seit dem Anschlag von Halle im Oktober habe jedoch der Hass und die Bedrohung im Internet gegen ihn und auch seine Familie immens zugenommen, sagte der Religionswissenschaftler.

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