Umwelthilfe will Silvester-Böllerei in Städten einschränken

Umwelthilfe will Silvester-Böllerei in Städten einschränken

Die Deutsche Umwelthilfe will Silvester-Feuerwerke aus Innenstädten verbannen. Grund sei die durch die Böllerei verursachte extrem hohe Feinstaubbelastung zum Jahreswechsel, sagte der Bundesgeschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch, am Mittwoch in Berlin. Deshalb seien seit Juli an bislang 98 Städte formale Anträge auf Erlass eines kommunalen Verbots gestellt worden. Zugleich ruft die Umwelthilfe die Bürger vor Ort auf, lokale Petitionen für ein Böller-Verbot zu starten.

Laut Umwelthilfe setzen die abgebrannten Feuerwerkskörper zum Jahreswechsel innerhalb weniger Stunden etwa 5.000 Tonnen Feinstaub frei. Das entspreche 16 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge. Die durch die Schwarzpulver-Böllerei freigesetzten ultrafeinen Partikel zählten neben dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid zu den gefährlichsten Luftschadstoffen.

Resch betonte, die von Lärm, Müll, Brandgefahren und Luftbelastung betroffenen Kommunen hätten schon jetzt eine rechtliche Handhabe, Verbote für bestimmte Stadtteile durchzusetzen. Als Beispiele nannte er mehrere Städte in Bayern wie München, Nürnberg und Passau. In Landshut wurde zudem zum vergangenen Jahreswechsel die Altstadt für Silvester-Böller gesperrt und stattdessen eine Licht- und Lasershow organisiert, wie die Umwelthilfe mitteilte.

Zugleich forderte Resch klarere Regeln im Bundesimmissionsschutzgesetz und der Sprengstoffverordnung. Hier müsse Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) tätig werden, um kommunale Böller-Verbote zu erleichtern.

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