Causa Rentzing: "Mahnwache" vor dem Landeskirchenamt

Causa Rentzing: "Mahnwache" vor dem Landeskirchenamt

Nach dem angekündigten Rücktritt des sächsischen Bischofs Carsten Rentzing haben am Montag vor dem Dresdner Landeskirchenamt rund 100 Menschen für den Verbleib des evangelischen Theologen im Amt demonstriert. "Wir wollen ein Zeichen setzen für einen Neuanfang mit Landesbischof Rentzing", sagte der Dresdner Anwalt und Initiator Christoph von Mohl. Er hatte die Aktion als "Mahnwache" angemeldet.

Die Kirchenleitung wollte zeitgleich darüber entscheiden, ob sie Rentzing vom Amt entbindet. Der als streng konservativ geltende Theologe hatte am 11. Oktober seinen Rücktritt erklärt.

Er war zuvor in die Kritik geraten, seine als Student eingegangene Mitgliedschaft in einer schlagenden Verbindung lange verschwiegen zu haben. Nach vier Jahren im Amt wurde zudem öffentlich, dass er zwischen 1989 und 1992 Texte für die rechtskonservative Zeitschrift "Fragmente" verfasst hat. Unterdessen sind Unterschriftenaktionen gestartet, die den Verbleib des Bischofs im Amt fordern. Rentzing ist derzeit im Urlaub und will danach eine Erklärung abgeben.

Die beiden Amtsvorgänger von Rentzing haben zur Einheit der Kirche aufgerufen. Ohne den nötigen inhaltlichen Auseinandersetzungen auszuweichen, müsse das Bemühen um Frieden und Versöhnung leitend sein, betonten die früheren sächsischen Landesbischöfe Volker Kreß und Jochen Bohl.

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