Helfer prangern unmenschliche Zustände in libyschen Lagern an

Helfer prangern unmenschliche Zustände in libyschen Lagern an

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat die zwangsweise Verlegung von mehr als 100 Flüchtlingen und Migranten aus einem berüchtigten Internierungslager in zwei andere Lager in Libyen angeprangert. Die Zustände in allen Internierungscamps der libyschen Regierung seien gefährlich und unmenschlich, teilte "Ärzte ohne Grenzen" am Donnerstag in Genf mit. Die Festgehaltenen hätten keine Aussicht auf Freilassung.

Die Behörden Libyens hätten die mehr als 100 Betroffenen von einem Lager in Misrata, indem sie vorher festgehalten worden seien, in die anderen Camps gebracht. Anstatt die Menschen freizulassen, würden sie nun weiter unter brutalen Bedingungen interniert. Alle drei Lager befinden sich den Angaben zufolge in der zentralen Küstenregion Libyens, von wo aus viele Flüchtlinge und Migranten auf Schlepperbooten nach Europa übersetzen.

Die Behörden haben das Lager laut "Ärzte ohne Grenzen" in Misrata am Montag geschlossen. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen prangern seit langem die katastrophalen humanitären Zustände in den Internierungslagern des nordafrikanischen Landes an, in denen Tausende Flüchtlinge und Migranten festgehalten und oft misshandelt werden. In Libyen herrscht seit Jahren Chaos und Gewalt.

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