Entwicklungsbündnis: China in Lösung von Schuldenkrisen einbeziehen

Entwicklungsbündnis: China in Lösung von Schuldenkrisen einbeziehen

Das entwicklungspolitische Bündnis erlassjahr.de hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgefordert, auch China in die Bewältigung von Schuldenkrisen einzubeziehen. Es müsse ein umfassendes Verfahren geschaffen werden, das alle Gläubiger eines Landes an den Verhandlungstisch bringe, erklärte der politische Koordinator von erlassjahr.de, Jürgen Kaiser, am Donnerstag in Düsseldorf. "Dazu gehört auch die Volksrepublik China, die für zahlreiche Staaten im Globalen Süden aktuell der bedeutendste bilaterale Kreditgeber ist."

Das Entschuldungsbündnis wies mit Blick auf die aktuelle Jahrestagung von IWF und Weltbank in Washington darauf hin, dass beispielsweise Argentinien die Staatspleite drohe. Auch Länder wie die Republik Kongo, der Tschad und Gambia seien überschuldet und könnten ihren Schuldendienst an ihre Gläubiger nicht begleichen. Seit Monaten seien zudem die politisch instabilen Staaten Simbabwe und Venezuela im Zahlungsausfall. Der IWF komme daher nicht daran vorbei, sich mit den drohenden Schuldenkrisen zu befassen.

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