UN liefern wieder Hilfsgüter an Tausende Flüchtlinge in Syrien

UN liefern wieder Hilfsgüter an Tausende Flüchtlinge in Syrien
Deutschland spricht 2019

Die Vereinten Nationen haben zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahr wieder Lebensmittel und andere humanitäre Hilfsgüter an 15.000 gestrandete Binnenflüchtlinge im Südosten des Bürgerkriegslandes Syrien geliefert. Ein Konvoi der UN und des Syrisch-Arabischen Roten Halbmondes mit 22 Lastkraftwagen habe die Güter in die abgelegene Region Rukban an der jordanischen Grenze gebracht, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) am Donnerstag in Damaskus mit.

Die Hälfte der Notleidenden in Rukban seien Kinder. Sie und ihre Eltern seien vor der Gewalt in Syrien geflüchtet und harrten seit Jahren in der unwirtlichen und trockenen Region aus, hieß es aus dem UN-Büro. In den vergangenen Monaten habe sich die Notlage der Vertriebenen zugespitzt. Viele Kinder seien gestorben.

Bislang hätten die UN und der Rote Halbmond erst zweimal Hilfsgüter an die Vertriebenen liefern können, das erste Mal im November 2018 und das zweite Mal im Februar 2019. Den Angaben nach hätten seit Februar rund 18.000 Menschen Rukban verlassen. Die Assad-Regierung habe die Menschen in andere Landesteile gebracht.

Im Syrien-Krieg wurden Hunderttausende Menschen getötet, Millionen Menschen sind innerhalb des Landes oder ins Ausland geflohen. Der Konflikt begann 2011 mit Protesten gegen Machthaber Baschar al-Assad, die blutig niedergeschlagen wurden. Terrorgruppen und Rebellen eroberten weite Teile des Landes.

Mit Hilfe Russlands konnte Assad seine Gegner in den meisten Gebieten zurückdrängen und besiegen. Auch der Iran wird zu den Verbündeten Assads gezählt. In den Konflikt griffen auch Regionalmächte wie die Türkei und westliche Staaten wie die USA ein. Alle Bemühungen der Vereinten Nationen scheiterten, den Krieg diplomatisch zu beenden.

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