Ökumenebischof Feige: Tür für gemeinsames Abendmahl aufgestoßen

Ökumenebischof Feige: Tür für gemeinsames Abendmahl aufgestoßen
Deutschland spricht 2019

Das Votum zur wechselseitigen Abendmahlsteilnahme verdient aus Sicht des katholischen Bischofs Gerhard Feige Wertschätzung und Respekt. Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz sagte am Mittwoch in Magdeburg: "Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen stößt mit seinem Votum zur wechselseitigen Teilnahme von katholischen und evangelischen Christinnen und Christen an Abendmahl und Eucharistie auf dem ökumenischen Weg eine Tür weit auf." Eine solche Möglichkeit zu eröffnen, wäre ein nächster "bedeutender Schritt hin zur vollen sichtbaren Einheit der Kirche".

Feige sagte, er wisse wie groß hier die Erwartungen bei vielen Gläubigen seien, gerade im Blick auf den dritten Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt: "Die guten Erfahrungen des Reformationsjahres 2017 haben neue Hoffnungen geweckt und die Ungeduld verstärkt." Der Ökumenische Arbeitskreis sehe nach einem intensiven Beratungsprozess, der über Jahre andauerte, die theologischen Grundlagen für diesen Schritt als gegeben an. Auch in den Gremien der Deutschen Bischofskonferenz werde man sich damit befassen. Er wünsche sich eine sachliche Debatte und hoffe, bald zu einer guten Lösung kommen.

Am Mittwoch war in Frankfurt ein Papier zur gemeinsamen Abendmahlspraxis des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen vorgestellt worden. Kernpunkt ist, dass Protestanten und Katholiken an den Abendmahlsfeiern der jeweils anderen Konfession teilnehmen können sollen, ohne die bestehenden Unterschiede zu leugnen.

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