Arbeitszeit der Beschäftigten sinkt leicht

Arbeitszeit der Beschäftigten sinkt leicht
Deutschland spricht 2019

Die Arbeitszeit pro Beschäftigtem ist im zweiten Quartal 2019 leicht zurückgegangen. Sie lag bei 328,3 Stunden und sank damit um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Dadurch würden die Folgen der aktuell nachlassenden Konjunktur etwas abgemildert. Die Folge: "Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt mitten im Abschwung noch immer leicht zu", sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen".

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im zweiten Quartal 2019 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag somit bei knapp 45,2 Millionen. Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im zweiten Quartal dieses Jahres 14,8 Milliarden Stunden. Das entspricht dem Wert im zweiten Quartal 2018, wie die Forscher der zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Einrichtung erklärten.

Dass die Arbeitszeit pro Person leicht sinke, habe seinen Grund auch in einem Kalendereffekt: Im zweiten Quartal stand aufgrund der Feiertage ein Arbeitstag weniger zur Verfügung. Gegenüber dem Vorquartal ist die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem den Angaben nach saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gesunken.

Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten betrug 38,3 und die der Teilzeitbeschäftigten 17,6 Stunden. Die Beschäftigten machten im zweiten Quartal im Durchschnitt 5,7 bezahlte Überstunden und 6,0 unbezahlte Überstunden.

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