Studie: Deutsche unterschätzen Lebenserwartung um fünf Jahre

Studie: Deutsche unterschätzen Lebenserwartung um fünf Jahre

Viele Menschen in Deutschland unterschätzen offenbar ihre eigene Lebenserwartung. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft hervor, wie die Zeitungen des "RedaktionsNetzwerks Deutschland" (Donnerstag) berichtete. Grundlage der Studie ist eine Ende Juli ausgeführte Repräsentativ-Befragung von 1.017 Menschen ab 18 Jahren.

Demnach gehen die Befragten davon aus, dass sie im Schnitt 82,8 Jahre alt werden. Laut den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes können sie jedoch erwarten, im Schnitt 87,7 Jahre zu werden. "Frauen schätzen ihre Lebenserwartung eher etwas höher, Männer etwas niedriger ein", heißt es in der Studie.

Der Befragung zufolge fällt es Jüngeren schwerer, ihre statistische Lebenszeit zu bestimmen. 18- bis 29-Jährige unterschätzen ihre Lebenserwartung im Schnitt um 6,9 Jahre. Laut Sterbetafel ist für diese Altersgruppe von einer realen Lebenserwartung von durchschnittlich 89,6 Jahren auszugehen.

Ursache für die Fehleinschätzung sind nach Angaben des Versicherungsverbandes falsche Vergleichspunkte. Fast jeder zweite Befragte habe sich am Alter der Eltern orientiert. 39 Prozent blickten auf die Lebensdauer der Großeltern. Lediglich 26 Prozent richteten sich nach offiziellen Statistiken. "Jede Generation lebt im Schnitt etwa fünf Jahre länger als die vorherige", sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Peter Schwark.

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