Maas bei Solidaritätsgebet nach Angriff auf Rabbiner

Maas bei Solidaritätsgebet nach Angriff auf Rabbiner

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Rabbiner wird Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag zu einem Solidaritätsgebet in Berlin erwartet. Wie das Jüdische Bildungszentrum Chabad Lubawitsch am Mittwoch in Berlin mitteilte, wird Maas ein Grußwort sprechen. Eingeladen seien alle Menschen, auch Vertreter anderer Religionen, erklärte Rabbiner Yehuda Teichtal.

Teichtal war am Abend des 26. Juli nach Polizeiangaben in Begleitung eines seiner Kinder von zwei Männern auf arabisch beschimpft und bespuckt worden. Teichtal ist Vorsitzender des orthodoxen Jüdischen Bildungszentrums Chabad Lubawitsch in Berlin-Wilmersdorf.

Bei dem Solidaritätsgebet würden Gebete für Frieden und Toleranz für alle Menschen aller Religionen auf Hebräisch und Deutsch gelesen. "Wir werden alles tun, um mit Respekt füreinander einzustehen und den Dialog untereinander zu fördern", sagte Teichtal. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sei tolerant, "die meisten Menschen in Deutschland wollen diese Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen".

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass auch in München am Wochenende die Familie eines Rabbiners auf offener Straße beleidigt und angespuckt worden ist. Die Münchner Polizei ermittelt gegen zwei Tatverdächtige, eine Frau und einen Mann, wegen Volksverhetzung und Beleidigung. Nachdem die Rabbiner-Familie, habe ein weiteres Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern am Montagabend im Treppenhaus seines Wohnhauses eine Davidstern-Schmiererei vorgefunden, hatte die Kultusgemeinde mitgeteilt.

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