Tages- und Wochenzeitungen verlieren an Auflage

Deutschland spricht 2019
Tages- und Wochenzeitungen verlieren an Auflage

Der Auflagenschwund der deutschen Tageszeitungen hat sich im zweiten Quartal erneut fortgesetzt. Von April bis Juni büßten auch die Wochenzeitungen ein, wie die Auflagenkontrolle IVW am Freitag in Berlin mitteilte. Einen besonders drastischen Rückgang verzeichneten wieder die Nachrichtenmagazine "Focus" und "Stern".

Pro Erscheinungstag wurden im zweiten Vierteljahr im Schnitt rund 15,25 Millionen Tageszeitungs-Exemplare verkauft, einschließlich der Sonntagsausgaben und Sonntagszeitungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war dies ein Minus von 4,19 Prozent. Zuwächse können weiter die E-Paper-Ausgaben verbuchen: Von ihnen wurden täglich 1,5 Millionen Exemplare umgesetzt, ein Plus von rund 17 Prozent.

Nachdem die Wochenzeitungen im ersten Quartal noch ein Auflagenplus verbuchen konnten, müssen sie nun einen Rückgang hinnehmen. Sie setzten rund 1,61 Millionen Exemplare ab, ein Minus von 5,02 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2018. Die Publikumszeitschriften kamen auf eine verkaufte Auflage von 81,49 Millionen Stück, ein Rückgang von 5,02 Prozent.

Die verkaufte Auflage der "Bild"-Zeitung, die gemeinsam mit der Berliner Boulevardzeitung "B.Z." ausgewiesen wird, sank erneut: Sie lag im vergangenen Vierteljahr durchschnittlich bei rund 1,49 Millionen Stück, ein Minus von 9,25 Prozent. Die "Bild am Sonntag" büßte 9,48 Prozent ein und setzte noch 752.614 Stück ab.

Die "Welt am Sonntag", ihr Kompakt-Ableger sowie die "Welt" und "Welt Kompakt" verzeichneten gemeinsam ein Minus von 3,17 Prozent und kamen noch auf 503.818 Exemplare.

Die "Süddeutsche Zeitung" als Marktführerin unter den Abo-Tageszeitungen verkaufte in den Monaten April bis Juni täglich 337.732, ein Rückgang von 1,69 Prozent. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" verzeichnete ein Minus von 3,14 Prozent und kam auf 230.312 Exemplare. Die Auflage ihrer Sonntagszeitung sank um 7,60 Prozent auf 236.593 Stück.

Bei den Wochenzeitungen konnte die Marktführerin "Die Zeit" ihre Auflage leicht steigern: Das Hamburger Blatt verkaufte im zweiten Quartal 500.909 Exemplare (plus 1,02 Prozent).

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" verzeichnete ein geringfügiges Plus (0,40 Prozent) und verkaufte 707.459 Exemplare. Die verkaufte Auflage des "Stern" sank um 12,17 Prozent auf 464.489 Exemplare (Vorjahreszeitraum: 528.860 Stück). Ein ähnlich großes Minus verbuchte der "Focus" (12,13 Prozent), der noch auf eine verkaufte Auflage von 367.101 Stück kam (417.759 Exemplare).