Kulturpreis der Paulusgesellschaft für Engagement gegen Missbrauch

Kulturpreis der Paulusgesellschaft für Engagement gegen Missbrauch

Der Gründer der Berliner Missbrauchsopfer-Initiative "Eckiger Tisch", Matthias Katsch, erhält den diesjährigen Kulturpreis der Internationalen Paulusgesellschaft. Damit werde Katschs Einsatz für die Aufarbeitung sexueller Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in der katholischen Kirche gewürdigt, erklärte die Gesellschaft mit Sitz in Saarbrücken am Montag. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

Katsch ist den Angaben zufolge Philosoph und Managementtrainer und gehörte dem 2015 erstmals berufenen Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen sexuellen Missbrauchs an. 2016 nahm er als Gast an den Sitzungen der Aufarbeitungskommission teil, seit Mai 2019 ist er Mitglied der Kommission.

Der Verein "Eckiger Tisch" wurde 2010 in Berlin als Plattform für den Austausch von Opfern sexuellen Missbrauchs in Schulen des katholischen Jesuitenordens gegründet. Er setzt sich für Aufklärung, Hilfe und Entschädigung ein und unterstützt so die Prävention sexuellen Missbrauchs.

Die 1955 gegründete Internationale Paulusgesellschaft ist ein Verein zur Begegnung von Christentum, Religionen, Wissenschaft und Gesellschaft. Den Kulturpreis vergibt sie für Arbeiten oder an Organisationen, die besondere Forschungen leisten, die Begegnung von Religionen fördern und zum Fortschritt der christlichen Theologie beitragen.

Meldungen

Top Meldung
Oberbürgermeister Stephan Keller (r.) und Bastian Fleermann, Leiter für Mahn- und Gedenkstätten am 11.5.2021 am Tatort, wo ein Feuer gelegt wurde.
Politiker und Kirchenvertreter haben Anschläge gegen Synagogen und Mahnmale in Bonn, Münster und Düsseldorf verurteilt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert Solidarität und mehr Schutz.