Potsdamer Max-Dortu-Preis für "Iuventa"-Flüchtlingsretter

Potsdamer Max-Dortu-Preis für "Iuventa"-Flüchtlingsretter

Der Max-Dortu-Preis der Stadt Potsdam für Zivilcourage und gelebte Demokratie geht in diesem Jahr an die Crew des Seenotrettungsschiffs "Iuventa". Die Besatzung der "Iuventa" habe 2016 und 2017 in 16 Missionen mehr als 14.000 Menschen vor dem Tod durch Ertrinken im Mittelmeer bewahrt und in sichere Häfen gebracht, hieß es zur Begründung der Jury am Montag in Potsdam. Auch nach der Beschlagnahmung des Schiffs 2017 in Italien setze sich die Initiative weiter für eine menschliche Flüchtlings- und Asylpolitik ein, "die Menschen in Notsituationen und auf ihrer Flucht hilft und sie nicht kriminalisiert".

Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung soll den Angaben zufolge am 22. Juli bei einer Festveranstaltung im Potsdam-Museum überreicht werden. Laudatorin ist die Politikwissenschaftlerin und frühere Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Gesine Schwan. Zu den "Iuventa"-Mitgliedern gehört den Angaben zufolge auch der gebürtige Potsdamer Sascha Girke.

Mit der Verleihung des Max-Dortu-Preises an "Iuventa" wolle die brandenburgische Landeshauptstadt eine menschenwürdige Asylpolitik unterstützen, hieß es weiter. Potsdam habe sich bereits im Sommer 2018 mit 60 anderen Städten und Gemeinden zum "Sicheren Hafen" erklärt und setze sich aktiv für die Aufnahme von geflüchteten Menschen ein.

Der Max-Dortu-Preis wird zum zweiten Mal verliehen. Erster Preisträger war 2017 der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Die Auszeichnung ist den Angaben zufolge dem Potsdamer Freiheitskämpfer der 1848er-Revolution Max Dortu (1826-1849) verpflichtet und würdigt Akteure, die sich für die Freiheit des Einzelnen und für eine demokratisch verfasste Gesellschaft engagieren und dabei auch mutige, unkonventionelle Wege gehen.

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