Barley wirbt für Wertschätzung der religiösen Vielfalt

Barley wirbt für Wertschätzung der religiösen Vielfalt
Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD), hat die Bedeutung der Kirchen und Religionsgemeinschaften für das Zusammenleben in pluralen Gesellschaften hervorgehoben. Wenn jemand in seinem Land wegen seiner Religion angegriffen werde, sei dies immer ein Angriff auf alle Religionsgemeinschaften in diesem Land und die ganze Gesellschaft, sagte Barley am Freitag in Berlin. Dagegen setze sie die Wertschatzung der religiösen Vielfalt.

Es sei gut, wenn die Stimmen der Kirchen und Religionsgemeinschaften deutlich zu vernehmen seien, wenn es um die Verteidigung der gemeinsamen Werte gehe. Vielfalt in einer Gesellschaft könne auch anstrengend und herausfordernd sein, sagte Barley. Kirchen und Religionsgemeinschaften spielten eine wichtige Rolle dabei, diese Herausforderung zu bewältigen.

Barley sprach auf der Jahrestagung des Arbeitskreises Christen und Christinnen in der SPD, auf der in diesem Jahr die Zukunft Europas als Friedenprojekt im Mittelpunkt stand. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl sagte, "unsere Werte sind Gift für Populisten" und bekannte sich dazu, Glauben und Politik zu verbinden.

Die katholische und die evangelische Kirche hatten in dieser Woche ein gemeinsames Papier zur Demokratie veröffentlicht, in dem sie ihre Besorgnis über den erstarkenden Populismus und die Wiederkehr von autoritärem Denken zum Ausdruck bringen und dafür werben, den Regeln und Werten der Demokratie immer wieder neu zur Geltung zu verhelfen.

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