Altpräses Schneider würdigt Arbeit des Johanniterordens

Glasmosaik mit dem Wappen des Johanniterordens im Johanniter-Krankenhaus in Bonn.

© epd-bild / Johanniterorden

Glasmosaik mit dem Wappen des Johanniterordens im Johanniter-Krankenhaus in Bonn. Die christlichen Ordensritter von heute treten für Glauben und Kirche ein.

Altpräses Schneider würdigt Arbeit des Johanniterordens
Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hat die soziale Arbeit des Johanniterordens gewürdigt. "Ihre Ritterschaft ist keine kriegerische, sondern eine der tätigen Nächstenliebe", sagte Schneider am Samstag.

"Und diese Ritterschaft orientiert sich am Rollenvorbild Jesu", betonte der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende im Festgottesdienst zum Rittertag der Rheinischen Genossenschaft des Johanniterordens in Duisburg. 

Die diakonische Arbeit für bedürftige und benachteiligte Menschen sei nicht allein eine Lebensäußerung der Kirche, sondern deren Lebensgestalt, betonte der Altpräses der Evangelischen Kirche im Rheinland. "Sie ist deshalb für uns Christinnen und Christen nicht einfach Sozialarbeit im kirchlichen Gewande, sondern als Tatzeugnis von Gottes Wort und Willen ebenso wichtig wie das Wortzeugnis." Gerade durch den Einsatz für andere könnten Menschen den Tendenzen zu Macht- und Herrschaftsmissbrauch widerstehen, die es auch in der Kirche gebe. 

Der damalige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider.

Der Johanniterorden ist der protestantische Zweig der im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründeten und nach dem Ersten Kreuzzug in einen Ritterorden umgewandelten Gemeinschaft der Johanniter. Heute ist der Orden Träger verschiedener Hilfswerke wie der Johanniter-Unfall-Hilfe, den Johanniter-Hilfsgemeinschaften oder der Johanniter-Schwesternschaft sowie von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. 

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