Film über Islamisten erhält Ökumenischen Filmpreis

 "Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats"

© BASIS BERLIN Filmproduktion

Der Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats" erhält den diesjährigen Ökumenischen Filmpreis.

Film über Islamisten erhält Ökumenischen Filmpreis
Der Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats" erhält den diesjährigen Ökumenischen Filmpreis des Kirchlichen Filmfestivals in Recklinghausen. Zum zehnjährigen Bestehen wird das Programm erweitert.

Wie die Veranstalter bei der Vorstellung des Festivalprogramms mitteilten, sind Regisseur und Drehbuchautor Talal Derki mit dem Film "einzigartige und emotionale Einblicke" in das Leben einer radikal-islamistischen Familie im Nordwesten Syriens gelungen, deren beiden Söhne als islamische Gotteskrieger erzogen werden.

Wim Wenders und Checker Tobi

Der Preis ist mit 2.000 Euro und einem Olivenbäumchen dotiert. Er wird vom Bistum Münster sowie der Stiftung "Protestantismus, Bildung und Kultur" des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe vergeben. In diesem Jahr begeht das Kirchliche Filmfestival sein zehnjähriges Bestehen. Erstmals startet das Festival mit einem ökumenischen Filmgottesdienst am 17. März in der Christuskirche Recklinghausen. Die Filme sind von 20. bis 24. März zu sehen. Zudem wird erstmals ein Sonderpreis für das Lebenswerk eines Filmschaffenden verliehen: Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an Wim Wenders. Der aus Düsseldorf stammende Regisseur wird zum Abschluss des Festivals erwartet. Neben einer restaurierten Version seines Filmes "Der Himmel über Berlin" wird auch sein aktueller Film "Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes" gezeigt.

Den Preis der Kinderjury erhält der Film "Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten". Darin begibt sich der Titelheld auf eine Weltreise, um ein ominöses Rätsel zu lösen, das ihm eine Flaschenpost gestellt hatte. Checker Tobi - alias Tobias Krell - ist vor allem durch seine TV-Reportagen für den Kinderkanal bekannt.

Das Kirchliche Filmfestival ist den Angaben zufolge europaweit einzigartig. Ins Leben gerufen wurde es vom ökumenischen Arbeitskreis "Kirche und Kino" des katholischen Kreisdekanats Recklinghausen und des evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen. Seit seinem Start hat das Festival den Angaben zufolge rund 30.000 Besucher angelockt, die mehr als 100 Filme sehen konnten.

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