"Seebrücke" und Marktkirche planen 24-Stunden-Mahnwache

Marktkirche Hannover

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Mit einer Mahnwache will die Marktkirchengemeinde in Hannover zusammen mit der "Seebrücke" auf die Situation im Mittelmeerraum aufmerksam machen.

"Seebrücke" und Marktkirche planen 24-Stunden-Mahnwache
Das Aktionsbündnis "Seebrücke" plant gemeinsam mit der evangelischen Marktkirchengemeinde in Hannover eine 24-Stunden-Mahnwache.

Die Aktion von Mittwoch auf Donnerstag solle auf die aktuelle Situation im Mittelmeer aufmerksam machen, wie der evangelische Stadtkirchenverband am Montag mitteilte. Noch immer zähle das Meer zu den gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Seit Anfang des Jahres sind nach Angaben des Aktionsbündnisses bereits 207 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer gestorben.

Die Veranstalter wollen die Bevölkerung auffordern, sich dafür einzusetzen, dass Hannover ein "Sicherer Hafen für Flüchtlinge" wird. Im vergangenen November hatte sich bereits die Region Hannover zum "Sicheren Hafen" erklärt. Mit der Bezeichnung erklären Städte und Landkreise ihre grundsätzliche Bereitschaft, aus Seenot gerettet Flüchtlinge aufnehmen. Insgesamt über 30 deutsche Städte tragen nach Angaben des Bündnisses bereits diesen symbolischen Namen.

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Sea-Watch - Hoffnung auf dem Mittelmeer
Sea-Watch - Hoffnung auf dem Mittelmeer

Eröffnet wird die Mahnwache von Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann um 13 Uhr, hieß es. Bis 23 Uhr ist es jede Stunde ein Programmpunkt geplant. Dazu gehören unter anderem Musik, Lesungen, eine Foto-Vortrag über die Sea-Watch von ihrem Kapitän Bruno Adam Wolf und der deutsch-italienische Dokumentarfilm "Iuventa" über die Rettungsmissionen des gleichnamigen Schiffs in den Jahren 2016 und 2017. Zudem können Teilnehmer Solidaritätspostkarten gestalten für Flüchtlingsretter, die zurzeit auf dem Mittelmeer unterwegs sind.

Neben dem Bündnis und der Kirche beteiligen sich der Flüchtlingsrat Niedersachsen, Amnesty International, der afrikanische Dachverband Niedersachsen und weitere Unterstützer an der Aktion. Die im Juli 2018 gegründete Initiative "Seebrücke" wird inzwischen von vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland getragen.