Syrische Protestanten werden Partner des deutschen Gustav-Adolf-Werks

Syrische Protestanten werden Partner des deutschen Gustav-Adolf-Werks
Das evangelische Minderheitenhilfswerk Gustav-Adolf-Werk (GAW) hat die Evangelische Kirche in Syrien und im Libanon und die Union Armenisch-Evangelischer Gemeinden in Syrien als 50. und 51. Partnerkirche aufgenommen. Beide Kirchen unterstütze das Hilfswerk seit sechs Jahren, teilte das GAW Württemberg am Dienstag mit. Im schwäbischen Bad Urach fand von Sonntag bis Dienstag die Vertreterversammlung des bundesdeutschen Gustav-Adolf-Werkes statt.

Die Evangelische Kirche in Syrien und im Libanon wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet. Sie hat nach Angaben des Ökumenischen Rates der Kirchen derzeit etwa 20.000 Mitglieder, die von knapp zwei Dutzend Pastoren betreut werden. Die Union Armenisch-Evangelischer Gemeinden in Syrien entstand etwa zur selben Zeit und hatte in Syrien elf Gemeinden. Derzeit ist ihr Arbeitsschwerpunkt eine Schule und ein Behinderten- und Medizinzentrum in Aleppo.

Das GAW hatte 2017 Hilfen von 2,3 Millionen Euro an Partnerkirchen sowie im Rahmen der Nothilfe für bedrängte und verfolgte Christen weitergegeben. Sein Projektkatalog umfasst für das laufende Jahr 121 Projekte mit einer Summe von 1,6 Millionen Euro. Diesen Katalog gebe es seit 175 Jahren: Seit 1843 werden die Projektanträge aus Partnerkirchen für interessierte Spender veröffentlicht.

Ab 2020 will das Gustav-Adolf-Werk seine Projektarbeit mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (Geke) koordinieren. Die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz, Präsidentin des Gustav-Adolf-Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland und Vorsitzende des GAW Württemberg, sagte dazu, dies helfe, "die Kräfte zu bündeln und die evangelische Stimme in Europa zu stärken".

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