Mehr als 400 evangelische Pfarrer treffen sich in Augsburg

Pfarrer mit Bibwl in der Hand

Foto: Jan Woitas/dpa

Evangelische Theologen aus ganz Europa treffen sich ab Montag in Augsburg zum 75. Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag. Der Deutsche Pfarrerinnen- und Pfarrertag findet alle zwei Jahre statt.

Mehr als 400 evangelische Pfarrer treffen sich in Augsburg
Mehr als 400 evangelische Theologen aus ganz Deutschland und Europa treffen sich ab Montag in Augsburg zum 75. Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertag. Die Teilnehmer beschäftigen sich dort mit dem Thema "Religion und Gewalt".

In einer Zeit, in der das Miteinander der Religionen in Deutschland und Europa populistisch aufgeheizt und vergiftet werde, bedürfe es der Auseinandersetzung mit der eigenen Religion und deren Gewaltpotenzial ebenso wie mit anderen Religionsgemeinschaften, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Andreas Kahnt.

Außerdem geht es bei dem Treffen auch um die Zukunft des eigenen Berufsstandes, insbesondere um Nachwuchsprobleme und den absehbaren Pfarrermangel. "Der Beruf hat aus Sicht junger Menschen an Attraktivität verloren", sagte die Vorsitzende des bayerischen Pfarrerinnen- und Pfarrervereins, Corinna Hektor, dem epd. Nach ihren Angaben entscheiden sich immer mehr Theologiestudenten dafür, als Lehrer und nicht als Pfarrer zu arbeiten.

Der Deutsche Pfarrerinnen- und Pfarrertag findet alle zwei Jahre statt. Er wird vom Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland veranstaltet. Dessen Einzelvereinen gehören rund 21.000 Mitglieder an.

Der 75. Deutsche Pfarrerinnen- und Pfarrertag im Augsburger "Kongress am Park" dauert von Montag, 17. September, bis Mittwoch, 19. September. Der Eröffnungsgottesdienst mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm findet am Montag ab 16 Uhr in der Kirche St. Anna statt. Hauptreferent der Tagung ist Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung. Er hält am Dienstag, 18. September, ab 10 Uhr einen Vortrag über die Rolle der Kirche in der Gesellschaft.

Meldungen

Top Meldung
Derzeit finden Gottesdienste wegen der Corona-Pandemie nur ohne Gemeinde statt. Der Kirchenrechtler Heinig hält dies trotz der vorübergehenden Beschneidung der Religionsfreiheit für gerechtfertigt.