SPD-Chefin Nahles gegen späteren Renteneintritt

SPD-Chefin Nahles gegen späteren Renteneintritt
SPD-Chefin Andrea Nahles dringt weiter auf eine langfristige Garantie des Rentenniveaus und lehnt im Gegenzug eine längere Lebensarbeitszeit ab. "Eine Sicherheitsgarantie macht nur Sinn, wenn man gleichzeitig nicht das Renteneintrittsalter erhöht", sagte Nahles dem Deutschlandfunk in einem am Samstag vorab in Auszügen veröffentlichten Interview. Ein späterer Renteneintritt komme einer Kürzung der Bezüge gleich, das sei mit ihrer Partei nicht zu machen.

Schon sehr bald werde die Bundesregierung eine Garantie für das Rentenniveau bis zum Jahr 2025 abgeben, sagte Nahles. Die Absprache zwischen den Ressorts dazu liege in den letzten Zügen. Zugleich bekräftigte die frühere Arbeitsministerin die SPD-Forderung nach einer Sicherung des Rentenniveaus bis zum Jahr 2040. Dazu sei mit der Union in den nächsten Monaten einiges zu klären. Nach den bisherigen Plänen der Koalition soll das Niveau der gesetzlichen Altersbezüge bis 2025 nicht unter 48 Prozent fallen. Mit Rentenniveau wird das Verhältnis der aktuellen Durchschnittsrente zum aktuellen Durchschnittslohn beschrieben.

Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, sprach sich dafür aus, die gesetzliche Rente mit zusätzlichen Steuern zu stabilisieren. Der Zuschuss aus dem Bundeshaushalt für die Rente werde langfristig steigen. "Wir müssen über zusätzliche Einnahmequellen sprechen, zum Beispiel über die Finanztransaktionssteuer oder eine zusätzliche Steuer für große Vermögen", sagte Kahrs den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).



SPD-Fraktionsvize Katja Mast sagte den Funke-Zeitungen, nötig sei zur Finanzierung der Rente ein "Mix aus Beitrags- und Steuermitteln". Wie das konkret aussehen könne, werde Thema der Debatte in den nächsten Wochen und Monaten sein. Auch die von der Koalition eingesetzte Rentenkommission werde darüber beraten.

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