Christen in syrischen Kurdengebieten befürchten Schulschließungen

Christen in den kurdisch kontrollierten Regionen in Nordsyrien befürchten nach Angaben von Menschenrechtlern eine Schließung ihrer Schulen.

Foto: epd-bild/Sebastian Backhaus

Gottesdienst der syrisch-orthodoxen Gemeinde "Marian al-Adra" in Qamischli in Syrien. Christen in den kurdisch kontrollierten Regionen in Nordsyrien befürchten eine Schließung ihrer Schulen.

Christen in syrischen Kurdengebieten befürchten Schulschließungen
Christen in den kurdisch kontrollierten Regionen in Nordsyrien befürchten nach Angaben von Menschenrechtlern eine Schließung ihrer Schulen.

Die assyrisch-aramäischen und armenischen Gemeinden fühlten sich durch einen Erlass unter Druck gesetzt, ihre privaten und kirchlichen Schulen in der Provinz Al-Hasaka umgehend "registrieren" zu lassen, teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker am Dienstag in Göttingen mit.

Viele Christen seien beunruhigt, dass dieser Erlass bei Nichtbefolgung eine vollständige Schließung dieser Schulen bedeuten könne, sagte der Nahostreferent der Menschenrechtsorganisation, Kamal Sido. Rund 7.000 Schülerinnen und Schüler hätten dann keinen Unterricht mehr. Gleichzeitig appellierte er an die kurdischen Behörden, den christlichen Privatschulen keine neuen Lehrpläne aufzuzwingen.

Die Sorgen und Ängste der christlichen Gemeinschaften müssten ernst genommen werden, betonte Sido. Sonst könne schnell der Eindruck entstehen, dass Christen in Nordsyrien nicht mehr willkommen seien. Die Region sei jedoch seit Jahrtausenden auch ihre Heimat, die sie gemeinsam mit den Kurden vor radikalislamistischen, von der türkischen Regierung unterstützten Gruppen schützen müssten.

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