Chefredakteur Tobias Glawion verlässt Evangelischen Kirchenfunk

Chefredakteur Tobias Glawion geht asl neuer Chefredakteur der landeskirchlichen Redaktionen und Geschäftsführer des Evangelischen Medienhauses GmbH nach Stuttgart.

epd-bild / Jens Schulze

Tobias Glawion, Chefredakteur des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (Mitte.), bei der Arbeit: Hier moderierte er die Internet-Talkshow "12 Orte 12 Gespräche" mit Margot Käßmann und Fernfahrer Markus Studer.

Der langjährige Chefredakteur des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen-Bremen (ekn) wird die Privatfunkredaktion in Hannover zum 31. Oktober verlassen.

Tobias Glawion wird Chefredakteur der landeskirchlichen Redaktionen und Geschäftsführer in der Evangelischen Medienhaus GmbH in Stuttgart, sagte ekn-Geschäftsführer Ralf Müller am Donnerstag dem epd in Hannover. Der 49-jährige Journalist und Moderator hatte im Mai 2004 die Leitung von ekn übernommen. Glawion, der evangelische Theologie und Rhetorik in Tübingen studierte, habe ekn zu einer bundesweit agierenden Multimedia-Agentur mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgebaut, sagte Müller.

Auch der Geistliche Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Arend de Vries, würdigte als ekn-Aufsichtsratsvorsitzender die Verdienste Glawions. Er habe für eine hervorragende Präsenz der niedersächsischen Kirchen bei den privaten Radiosendern gesorgt und ihnen eine unverwechselbare Stimme gegeben: "Mit seiner Offenheit für Innovationen und dem Mut zur steten Weiterentwicklung hat Tobias Glawion den Kirchenfunk zu einem der führenden Partner in der privaten deutschen Medienlandschaft gemacht", betonte de Vries.

Glawion erhielt mehrfach Medienpreise

Der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen versorgt unter anderem Radio ffn, Antenne Niedersachsen und Radio 21 mit tagesaktuellen Beiträgen, Spezialsendungen und Magazinen und erreicht damit nach eigenen Angaben fünf Millionen Hörer pro Woche. Außerdem produziert ekn Videos und Filmbeiträge für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die evangelische Zeitschrift "chrismon" sowie für RTL, ZDF, Barilla-Wasa und den Deutschen Olympischen Sportbund. Zudem ist ekn im Bürgerfunk aktiv und unterstützt kirchliche Gruppen, die Radio machen wollen.

Glawion wurde für seine journalistische Arbeit mehrfach mit dem niedersächsischen und württembergischen Medienpreis ausgezeichnet. Er ist seit 2006 auch im Vorstand des bundesweiten Dachverbandes evangelischer Privatfunkredaktionen (AER) aktiv. Dem Stuttgarter Medienhaus zufolge wird Glawion als Geschäftsführer Nachfolger von Jürgen Kaiser, der Anfang 2019 in den Ruhestand geht. Das Medienhaus begleitet die Medien- und Pressearbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.