Ex-Politiker und Ex-Manager starten Initiative für Integration

Eine neue Online-Plattform der Bürgerinitiative "Global Club" macht sich stark gegen den  "Abschiebewettbewerb" der Länder, in dem auch gut integrierte Arbeitskräfte abgeschoben werden.

epd-bild/Winfried Rothermel

Flüchtlinge aus Eritrea, Afghanistan und Gambia im Ausbildungszentrum der Badischen Stahlwerke in Kehl. Eine neue Online-Plattform der Bürgerinitiative "Global Club" macht sich stark gegen den "Abschiebewettbewerb" der Länder, in dem auch gut integrierte Arbeitskräfte abgeschoben werden.

Ex-Politiker und Ex-Manager starten Initiative für Integration
Ein ehemaliger SPD-Politiker und ein Ex-Manager des Autokonzerns BMW wollen mit einer neuen Online-Plattform Flüchtlingsinitiativen aus ganz Deutschland zusammenbringen.

Bei den schätzungsweise 60.000 Projekten sei "das Nebeneinander viel ausgeprägter als das Miteinander", sagte der Ingenieur und frühere BMW-Mitarbeiter Peter Claussen, der auch an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig tätig ist, am Dienstag bei der Vorstellung der Bürgerinitiative "Global Club" in Berlin. Der frühere SPD-Politiker Hans Wallow sagte, er agiere als "besorgter Bürger" angesichts einer Flüchtlingspolitik, die zunehmend einer archaischen Revierverteidigung gleiche mit einem "Abschiebewettbewerb" der Länder, in dem auch gut integrierte Arbeitskräfte abgeschoben würden.

Im Verein "Global Club" mit Sitz in Bonn haben sich den Angaben nach Mitarbeiter von Privatfirmen, öffentlichen Institutionen und Privatverbänden zusammengeschlossen, die für das kommende Jahr ein bundesweites Helfer- und Flüchtlingsforum planen. Alle Beteiligten könnten dann Erfahrungen austauschen und sich vernetzen. Es gehe auch darum, das helfende Deutschland sichtbar zu machen, hieß es.

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