Pfarrer: Autobahnkirchen dienen als Ort der Ruhe

Die ökumenische Autobahnkirche Waidhaus in der Oberpfalz

Foto: epd/Gabriele Ingenthron

In vielen deutschen Autobahnkirchen wurde am Sonntag mit Andacht und Reisesegen der "Tag der Autobahnkirchen" gefeiert.

Pfarrer: Autobahnkirchen dienen als Ort der Ruhe
In fast allen Autobahnkirchen in Deutschland ist am Sonntag mit einer Andacht und einem Reisesegen der "Tag der Autobahnkirchen" gefeiert worden. In der gehetzten Welt seien Autobahnkirchen ein Ort der Ruhe, sagte der katholische Pfarrer Michael Zimmer im ZDF-Fernsehgottesdienst in der Autobahnkirche Baden-Baden laut vorab verbreitetem Predigttext. "Der Mensch braucht geschützte Räume der Intimität und liebevollen Sorge, gerade in Zeiten der Belastung".

Zimmer verwies auf Menschen, die stets funktionieren müssten, die unter Druck stünden und von Terminen und Erwartungen getrieben seien. "In vielen Bereichen unseres Lebens geht es nur darum, Gewinn zu maximieren und Profit zu machen", kritisierte er. Ihn ermutige dann die Geschichte von der Arche Noah. "Denn die Arche schützte Menschen, Tiere und Pflanzen vor dem Untergang", sagte der Theologe. Ähnlich wie die Menschen in der Arche dürften Gläubige in der heutigen Zeit in den Autobahnkirchen vielleicht die Erfahrung machen, dass sie getragen werden.

Rund eine Million Reisende besuchen nach Angaben der "Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen" jährlich eines der bundesweit 47 Gotteshäuser entlang der Autobahnen. Viele Besucher tragen ihre Gedanken in ausliegende Bücher ein oder zünden eine Kerze an. Die erste deutsche Autobahnkirche wurde 1958 in Adelsried an der A8 eingeweiht. Eine Autobahnkirche muss eine direkte Anbindung an eine Autobahn-Raststätte oder an einer nicht mehr als 1.000 Meter entfernten Autobahn-Abfahrt liegen. In der Regel sind die Kirchen von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

 

 

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