Syrien-Krieg: Mögliche Spuren von Chlorgas in Duma

Syrien-Krieg: Mögliche Spuren von Chlorgas in Duma
Bei einem Angriff auf die syrische Stadt Duma im April wurde Experten zufolge wahrscheinlich Chlorgas eingesetzt.

Bei einem Angriff auf die syrische Stadt Duma im April wurde Experten zufolge wahrscheinlich Chlorgas eingesetzt. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass ein noch stärkeres Nervengift verwendet wurde, heißt es in einem Zwischenbericht, den die Organisation für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) am in Den Haag veröffentlichte. Der Angriff auf Duma, bei dem Dutzende Menschen getötet wurden, sorgte international für Entrüstung.

Die OPCW-Ermittler fanden nach dem Angriff laut Bericht an zwei Stellen Rückstände von Substanzen, die auf Chlorgas deuteten. Der Stoff, der unter anderem die Lunge schädigt, wird zwar in der Industrie verwendet, ist aber als Kriegswaffe verboten. Die Experten fanden keine Hinweise auf ebenfalls verbotene Nervengifte. Die OPCW machte keine Angaben darüber, wer für den Chemiewaffen-Einsatz in Duma verantwortlich ist.


Bei dem Angriff auf Duma starben mindestens 40 Menschen, darunter viele Kinder. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in den folgenden Tagen rund 500 Personen mit Symptomen wie Atemwegsproblemen behandelt, die auf Kontakt mit giftigen Substanzen hindeuteten. Der Angriff auf Duma löste Vergeltungsschläge der USA und Großbritanniens aus.

Die OPCW mit ihrem Sitz im niederländischen Den Haag überwacht die Einhaltung der Chemiewaffen-Konvention, die Produktion, Besitz und Einsatz chemischer Waffen verbietet. 192 Staaten sind dem Vertrag beigetreten und damit Mitglied der Organisation, darunter auch Syrien.

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