Methodisten beenden Friedens-Konferenz

Mit einem Gottesdienst im sächsischen Schneeberg ist am Sonntag die ostdeutsche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche zu Ende gegangen. Die viertägigen Beratungen der rund 160 Mitglieder standen unter der Überschrift "Was dem Frieden dient - Konflikte wahrnehmen, verstehen und gestalten". Die Ostdeutsche Jährliche Konferenz (OJK) tagt einmal im Jahr an jeweils wechselnden Orten unter Leitung des methodistischen Bischofs Harald Rückert.

Auf der Konferenz hatte der Marburger Friedensforscher Thorsten Bonacker mit Blick auf bewaffnete Auseinandersetzungen in der globalen Welt zur Versöhnung aufgerufen. Als notwendige Konfliktstrategie benannte er den Dreischritt "Waffenstillstand, Friedensvertrag, Versöhnung". Die Ostdeutsche Jährliche Konferenz vertritt 14.000 Gläubige in 120 Gemeinden. Zuletzt fanden die Tagungen in Plauen (2016) und Chemnitz (2017) statt.



Die evangelisch-methodistische Kirche entstand aus der Erweckungsbewegung im 18. Jahrhundert in England. Die Freikirche betont verbindlichen Glauben und soziales Engagement. Ihr gehören derzeit bundesweit rund 52.000 Mitglieder an. Weltweit sind es mehr als 80 Millionen Menschen, die zu Kirchen methodistischer Tradition sowie mit ihnen verbundenen unierten und vereinigten Kirchen gehören.