138 Jahre altes Instrument in Fünfeichen ist Orgel des Jahres

„Orgel  des  Jahres  2017“
Foto: Matthias Hirsch/Stiftung Orgelklang
Die "Siegerorgel" der Stiftung Orgelklang befindet sich in der Evangelischen Kirche im brandenburgischen Fünfeichen. Das von Johann Friedrich Gast 1880 erbaute Instrument erhielt die meisten Stimmen im Wettbewerb der von der EKD gegründeten Stiftung.
138 Jahre altes Instrument in Fünfeichen ist Orgel des Jahres
Die Orgel des Jahres 2017 befindet sich in der evangelischen Kirche im brandenburgischen Fünfeichen.

Das 1880 erbaute Instrument erhielt im Wettbewerb, den die Stiftung Orgelklang ausgelobt hatte, die meisten Stimmen, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch in Hannover bekanntgab. Platz zwei belegt die spätbarocke Orgel in Wonsheim in Rheinland-Pfalz, Platz drei die Orgel der evangelischen Kirche in Essen-Katernberg in Nordrhein-Westfalen.

Die Abstimmung über die Orgel des Jahres fand zum ersten Mal statt. Musikliebhaber und Interessierte waren aufgerufen, bis Ostern im Internet ihre Stimme abzugeben. Zwölf im vergangenen Jahr von der Stiftung geförderte Instrumente aus dem gesamten Bundesgebiet standen zur Wahl, mehr als 660 Menschen beteiligten sich an dem Wettbewerb der Stiftung der EKD.

Firmenschild von Johann Friedrich Gast an der renovierten Orgel in Fünfeichen.
Das 138 Jahre alte Instrument in Fünfeichen ist seit dem vergangenen Sommer mit dem vorhandenen Bestand wieder spielbar, fehlende Pfeifen wurden nachgebaut. Die Stiftung Orgelklang hatte die Arbeiten nach Angaben der EKD mit 3.000 Euro gefördert. Mit einem jeweils ebenso hohen Betrag unterstützte die Stiftung demnach die Sanierung der 200 Jahre alten spätbarocken Orgel in Wonsheim sowie die Instandsetzung der historischen Orgel in der Gemeinde Essen-Katernberg.

Die Stiftung Orgelklang gehört zur Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland. In diesem Jahr fördert sie eigenen Angaben zufolge 14 Projekte mit rund 64.000 Euro. Seit 2010 hat sie Förderzusagen über mehr als eine Million Euro gegeben. Das Geld stammt aus Spenden und Stiftungskapital.