Kirchen müssen sich auf steigendes Grundwasser vorbereiten

Hochwasser 2013 Ort Fischbeck

Foto: Diakonie Katastrophenhilfe/Hermann Bredehorst

Beim Hochwasser 2013 wurden die Orte Fischbeck und Schönhausen in Sachsen Anhalt aufgrund eines Deichbruchs überschwemmt.

Kirchen müssen sich auf steigendes Grundwasser vorbereiten
Die Kirchen in Mitteldeutschland müssen sich auf steigende Grundwasserpegel einstellen.

Ansteigendes Grundwasser könnte künftig Schäden an den historischen Gebäuden verursachen, sagte die Referentin für Bau der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Susann Bähre, in Magdeburg. Auch durch verbesserte Deichanlagen würden die Grundwasserpegel bei Hochwasser steigen. Zudem hätten sich die Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren gehäuft

Daraus würden sich auch Probleme für historische Gebäude ergeben, die nicht direkt im Überflutungsbereich der Flüsse stehen. Darauf müssten sich die Kirchengemeinden vorbereiten, sagte Bähre. In einem dreijährigen Forschungsprojekt der EKM in Zusammenarbeit mit dem Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurden die hydrogeologischen Zusammenhänge sowie Strategien zur Vermeidung solcher Wasserschäden untersucht.

Die Untersuchungsergebnisse des aktuellen Projektes sollen bei einem Abschlusskolloquium am Donnerstag in Halle präsentiert und erörtert werden. Betrachtet wurden ausgewählte, durch das Hochwasser 2013 an Elbe, Saale und Mulde geschädigte Kirchen. Insgesamt wurden 2013 laut Bähre 45 Kirchen als betroffen gemeldet. Sie wurden sowohl überflutet als auch durch aufsteigende Feuchtigkeit mit dem Grundwasseranstieg beschädigt. Insgesamt geht man von einer vorläufigen Schadenshöhe von etwa 3,3 Millionen Euro aus.

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