Niedersachsen legt Gesetzentwurf zum Reformationstag vor

31. Oktober als Feiertag

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Der Reformationstag ist bereits in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Sachsen ein arbeitsfreier Feiertag.

In Niedersachsen soll der Reformationstag am 31. Oktober nach dem Willen der Landesregierung neuer Feiertag werden. Das Kabinett habe am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf des Innenministeriums für die Verbandsanhörung freigegeben, teilte die Landesregierung in Hannover mit.

In den kommenden Wochen können sich nun Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände dazu äußern. Mit einer endgültigen Entscheidung des Landtags wird nicht vor Mai gerechnet. Die Ministerpräsidenten der norddeutschen Länder hatten sich Anfang Februar auf eine gemeinsame Linie bei der Einführung eines neuen Feiertags verständigt und dabei für den Reformationstag plädiert. Dieser ist bereits in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Sachsen ein arbeitsfreier Feiertag. Im Februar hatten auch der Landtag in Schleswig-Holstein und die Bürgerschaft in Hamburg den 31. Oktober zum gesetzlichen Feiertag erklärt.

In Bremen sprach sich die Bürgerschaft in erster Lesung ebenfalls für den Reformationstag aus. Das Parlament des kleinsten Bundeslandes will aber abwarten, wie Niedersachsen entscheidet, bevor es endgültig einen Feiertag festlegt. In Niedersachsen wird das Thema kontrovers diskutiert. Die katholische Kirche, die jüdischen Gemeinden sowie religionskritische Gruppen lehnen den Reformationstag ab.