Umstrittenes Körperwelten-Museum öffnet in Heidelberg

wbp_flyingpig_003_i-201.jpg

Foto: Gunther von Hagens´KÖRPERWELTEN/Institut für Plastination/Heidelberg/koerperwelten.de

Zwei Bilder zu der Heidelberger Ausstellung "Anatomie des Glücks": "Der Skateboarder" und "Das fliegende Schwein".

Umstrittenes Körperwelten-Museum öffnet in Heidelberg
Der Plastinator Gunther von Hagens eröffnet am Donnerstag in Heidelberg ein weiteres Museum mit präparierten Leichen und Körperteilen.

Im "Körperwelten"-Museum sollen unter dem Titel "Anatomie des Glücks" 16 Ganzkörperexponate und rund 120 Plastinate von Körperteilen und Organen gezeigt werden. Auch 20 Jahre nach der ersten europäischen Ausstellung in Mannheim ist die Schau mit Präparaten menschlicher Leichen umstritten und wird vor allem von den Kirchen kritisiert.

Zu sehen sind plastinierte Leichen, die Aktionen etwa beim Ballettanz, beim Fußball oder beim Basketball darstellen. Unter den Plastinaten sind auch mehrere Föten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und eine Schwangere. Der Wissenschaftler Hagens hatte das Konservierungsverfahren 1977 an der Universität Heidelberg entwickelt.

In Berlin hat seit Februar 2015 das "Menschen Museum" mit Ausstellungsstücken des Plastinators geöffnet. Um die bisherigen Ausstellungen und das Museum in Berlin wurden wiederholt juristische Auseinandersetzungen geführt. Die weltweit erste Ausstellung wurde 1995 in Japan gezeigt. Nach Angaben des Museums haben mehr als 45 Millionen Menschen die Schauen besucht, davon zehn Millionen in Deutschland.

Meldungen

Top Meldung
Renke Brahms, Friedensbeauftragter der EKD
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, dringt auf eine völkerrechtliche Ächtung automatisierter Waffen. Die Bundesregierung müsse sich für ein verbindliches Verbot einsetzen.