Hoffnung auf gemeinsames Abendmahl für konfessionsverbindende Ehen

Hoffnung auf gemeinsames Abendmahl für konfessionsverbindende Ehen
Derzeit werde eine mögliche Öffnung der Eucharistiefeier für konfessionsverbindende Ehepaare von der Ökumenekommission der katholischen Bischofskonferenz geprüft, sagte Bedford-Strohm.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hofft auf Fortschritte beim Abendmahl für konfessionsverbindende Ehen. Derzeit werde eine mögliche Öffnung der Eucharistiefeier für konfessionsverbindende Ehepaare von der Ökumenekommission der katholischen Bischofskonferenz geprüft, sagte Bedford-Strohm am Samstag vor Journalisten in Mannheim. 

Wenn eine eucharistische Gastfreundschaft möglich wäre, sei das ein schönes Zeichen, fügte Bedford-Strohm hinzu, der auch bayerischer Landesbischof ist. Allerdings hänge der ökumenische Fortschritt nicht von solchen äußeren Schritten ab. In Mannheim eröffnete Bedford-Strohm gemeinsam mit Caritaspräsident Peter Neher den Ökumenischen Kirchentag Mannheim. 

Mehr zu Abendmahl, konfessionelle Zusammenschlüsse
 Hostienbäckerei Dresden ist ein alter Handwerkbetrieb
Der Abendmahl-Stopp in Kirchen wegen Corona gefährdet die Hostienbäckerei der Dresdner Diakonissenanstalt. Sie trotzt dem wirtschaftlichen Ruin mit neuen Ideen.
Roggenernte an der Kapelle der Versoehnung in Berlin
16 Jahre nach der ersten Aussaat wird wieder Getreide auf dem einstigen Todesstreifen an der Berliner Mauer geerntet. Aus dem Roggen-Korn werden auch Oblaten für das Abendmahl in der Kapelle der Versöhnung (Bernauer Straße) entstehen.


Was Martin Luther den Menschen mit auf den Weg geben wollte, sei es, "Christus neu zu entdecken", fügte Bedford-Strohm hinzu: "Ich bin überzeugt, dass wir das nur gemeinsam tun können.". Trotz der bestehenden Unterschiede sei er nicht pessimistisch: "Uns bringt nichts mehr auseinander." Die kirchlichen Hilfswerke wie Diakonie und Caritas seien ein "Motor der Ökumene". 

Caritaspräsident Peter Neher betonte die große Wegstrecke, die evangelische und katholische Kirche schon miteinander gegangen seien. "Wir sind schon eine Kirche, da wo wir zusammenarbeiten", so Neher. Das Bild einer zerstrittenen Christenheit könnten sich die Kirchen nicht mehr leisten.