Bedford-Strohm: Leid der Menschen nicht ausblenden

Bedford-Strohm: Leid der Menschen nicht ausblenden
Über der frohen Pfingstbotschaft darf nach Überzeugung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, das Leid der Menschen nicht ausgeblendet werden. Denn der "Heilige Geist" Gottes, von dem an Pfingsten die Rede ist, habe auch den Schmerz und das menschliche Leid durchlebt, sagte der bayerische Landesbischof am Sonntag in der Münchner Matthäuskirche laut Predigttext.

Zu diesem Leid gehöre auch die Verfolgung von Christen in ganz unterschiedlichen Teilen der Welt, sagte Bedford-Strohm. Sie seien Opfer von Menschen, die meinten, sie täten mit ihrem Morden Gott einen Dienst. Dabei seien diese Taten die "größte Gotteslästerung, die man sich vorstellen kann", sagte der Landesbischof.



Der Heilige Geist öffne den Blick auf die "Selbstverkrümmung" der Menschen, die sich den von Gott ausgehenden Lebenskräften verschließen, sagte Bedford-Strohm. Als Beispiel dafür nannte der Bischof eine Kommunikation, die sich in Internetblasen und Echokammern ausdrücke und abschotte gegenüber den Mitmenschen oder eine Überhöhung der eigenen Nation, die blindmache für das Leid und die Not anderer Menschen.

Pfingstbotschaft von Heinrich Bedford-Strohm

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