Bedford-Strohm: Geld für Waffen statt gegen Hunger ist "Skandal"

Bedford-Strohm: Geld für Waffen statt gegen Hunger ist "Skandal"
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den Rüstungsdeal der USA mit Saudi-Arabien scharf kritisiert.

Wenn ein einziger Bomber 1,2 Milliarden US-Dollar koste "und zugleich hat die Weltgemeinschaft keine 4,4 Milliarden Dollar übrig, um die Hungerkatastrophe in Ostafrika zu bekämpfen, dann ist das ein Skandal", sagte der evangelische Landesbischof am Samstag auf dem Leipziger "Kirchentag auf dem Weg".

Militärische Einsätze seien gerechtfertigt, wenn etwa Menschen vor Völkermord geschützt werden sollen, sagte Bedford-Strohm weiter. "Aber schaut Euch doch mal die Dimension an", ergänzte er in einer Debatte mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Die USA hatten vergangene Woche mit Saudi-Arabien Waffengeschäfte im Volumen von rund 100 Milliarden Euro abgeschlossen.

Das Leipziger Christentreffen ist einer von sechs "Kirchentagen auf dem Weg" in insgesamt acht Städten Mitteldeutschlands. Wie der Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin mündet er am Sonntag in einen Abschlussgottesdienst auf den Elbwiesen bei Wittenberg.

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