Sieben Millionen Zuschauer für "Katharina Luther"

Karoline Schuch als Katharina von Bora in "Katharina Luther".

Foto: epd-bild/Jens-Ulrich Koch

Karoline Schuch als Katharina von Bora in "Katharina Luther".

Gute Quoten für "Katharina Luther": Die Reformatorinnen-Geschichte mit Karoline Schuch in der Titelrolle sorgte am Mittwoch für großes Interesse. Der Film von Regisseurin Julia von Heinz lockte mehr als sieben Millionen Zuschauer vor den Fernseher.

Der Fernsehfilm "Katharina Luther" hat am Mittwochabend rund 7,28 Millionen Zuschauer erreicht. Der Film war damit nach ARD-Angaben die meistgesehene Sendung des Tages und erreichte einen Marktanteil von 22,5 Prozent. Die nachfolgende Dokumentation "Luther und die Frauen" verfolgten 5,19 Millionen Zuschauer (19,1 Prozent Markanteil).

"Das große Zuschauerinteresse am gestrigen Themenabend im Ersten hat gezeigt, dass wir mit der Verfilmung der Geschichte der Ehefrau des großen Reformators zum Lutherjahr genau richtig lagen", sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres. Der außergewöhnliche Lebensweg der Katharina Luther veranschauliche, was Entschlossenheit zu bewegen vermöge. Die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, bezeichnete den Film in der "Bild"-Zeitung (Donnerstag) als "großartig". Er erzähle von der Enge des Glaubens im Mittelalter und der Entwicklung zu der Überzeugung, dass jeder Menschen in Fragen von Glauben und Gewissen frei sei.

"Katharina Luther" erzählt, wie Luthers spätere Ehefrau das Kloster verlässt und sich für ein neues Leben entscheidet - als Visionärin, Geschäftsfrau, Mutter von sechs Kindern und Frau des Kirchenreformators. Nach dem Drehbuch von Christian Schnalke und unter der Regie von Julia von Heinz verkörpert Karoline Schuch Katharina Luther. Devid Striesow spielt den Reformator Martin Luther, Ludwig Trepte dessen Theologen-Freund Philipp Melanchthon. An ihrer Seite sind unter anderem Martin Ontrop als Lucas Cranach, Claudia Messner als Barbara Cranach und Mala Emde als Ave von Schönfeld zu sehen.

Gedreht wurde an Schauplätzen in Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Produziert wurde der Fernsehfilm von der Firma Eikon, deren Gesellschafter evangelische Landeskirchen, Werke und die EKD sind. Koproduzenten waren MDR, ARD Degeto, BR und SWR. Das Budget lag nach Angaben der Produzenten bei sechs Millionen Euro. Die 30-minütige Dokumentation "Luther und die Frauen" wurde vom MDR produziert.

Die evangelische Kirche feiert in diesem Jahr das 500. Jubiläum der Reformation. Am 31. Oktober 1517 hat Luther seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

Wer das TV-Highlight verpasst hat, findet hier die evangelisch.de-Rezension zu "Katharina Luther" und kann "Katharina Luther" in der ARD-Mediathek nachschauen.