Internet-Preis "Evangelium Digital" verliehen

Digitalisierte Bibel in Kirche

Foto: Jens Schulze/epd-bild

Eine digitale Bibel in der Thomaskirche in Leipzig.

Die VELKD-Generalsynode hat auf ihrer Tagung in Magdeburg drei Internetprojekte mit dem Preis "Evangelium Digital" ausgezeichnet.

Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands hat in Magdeburg die Preisträger des Wettbewerbs "Evangelium Digital" ausgezeichnet. "We are the medium, he is the message – wir sind das Medium für die frohe Botschaft, und unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt", sagte Annekathrin Preidel in ihrer Laudatio auf die Preisträger.

Der Wettbewerb war von der Generalsynode der VELKD 2014 beschlossen worden, um den Einsatz digitaler Medien in Kirchgemeinden und kirchlichen Initiativen für die Kommunikation des Evangeliums zu fördern.

Insgesamt 76 Projekte aus Deutschland und Österreich wurden eingereicht, von denen drei ausgezeichnet wurden. Die Jury, der neben Preidel auch Mitglieder des Präsidiums der Generalsynode und die Würzburger Theologin Ilona Nord angehörten, vergab zunächst zwei zweite Preise mit einem Preisgeld von je 1.000 €. Die Jury freute sich über "durchweg hohe Qualität und Vielfalt" der eingereichten Beiträge.

Einen zweiten Preis bekam die Geschichtenbox der Bethlehemgemeinde in Leipzig. Sie verknüpft das Printmedium Bibel mit dem Internet. "Die Bibel gehört nicht mehr zum Standardrepertoire im Bücherregal. Wir wollen versuchen, die Menschen auf ihren alltäglichen Wegen wieder für die biblischen Geschichten zu begeistern", beschreiben die Initiatoren ihr Projekt.

Der andere zweite Preis ging an die Gedächtniskirche der Prostation Speyer, die QR-Codes entwickelt hat, die über eine Reader-App für Smartphones und Tablets die biblischen Geschichten der neugotischen Glasfenster der Kirche erlebbar machen.

Der 1. Preis in Höhe von 2.000 € ging an den Verein "Refo-Moabit - Kirche im Kiez e.V." aus Berlin. Dessen Kreativprojekt #iconicturns auf Instagram eröffnet den Zugang zu biblischen Texten und zu deren Relevanz für die eigene Lebenswirklichkeit. Die Bibel in der einen und das Handy in der anderen Hand – dazwischen bewegten sich heute Menschen mit ihrer Spiritualität, sagte Ulrike Flämig, die den Preis entgegennahm.