Jüdischer Friedhof in Hamburg soll Weltkulturerbe werden

Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof Altona in Hamburg.

Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof Altona in Hamburg.

Jüdischer Friedhof in Hamburg soll Weltkulturerbe werden
Der knapp 1,9 Hektar große Jüdische Friedhof gilt als einer der bedeutendsten der Welt. Rund 6.400 Grabsteine sind auf der Anlage erhalten, die 1611 eröffnet wurde. Damals war in Hamburg die größte jüdische Gemeinde Deutschlands ansässig.

Der Jüdische Friedhof in Hamburg-Altona soll nach dem Willen des Hamburger Senats Unesco-Weltkulturerbe werden. Laut Senatsbeschluss vom Dienstag sollen die Antragsunterlagen für die Nominierung im Dezember eingereicht werden. Im Laufe des Jahres 2017 wird dann im Auftrag der Unesco geprüft, ob es sich um einen "außergewöhnlichen universellen Wert" handelt. Mitte 2018 könnte dann das Welterbe-Komitee über die Aufnahme in die Welterbeliste entscheiden. 

Der knapp 1,9 Hektar große Jüdische Friedhof gilt als einer der bedeutendsten der Welt. Rund 6.400 Grabsteine sind auf der Anlage erhalten, die 1611 eröffnet wurde. Damals war in Hamburg die größte jüdische Gemeinde Deutschlands ansässig. Dass die Verstorbenen im benachbarten, früher dänischen Altona bestattet wurden, lag an der Religionsfreiheit dort.



Der Friedhof ist einer der ältesten portugiesisch-sephardischen Friedhöfe der Welt. Außerdem hat er einen aschkenasischen Teil mit mehr als 5.000 Gräbern für deutsche und aus Osteuropa eingewanderte Juden. Seit 1869 wurde der Friedhof nicht mehr belegt, seit 1960 steht er unter Denkmalschutz.

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