Gauland relativiert "Lügenpresse"-Vorwurf

Gauland relativiert "Lügenpresse"-Vorwurf
Der stellvertretende AfD-Sprecher Alexander Gauland hat den "Lügenpresse"-Vorwurf aus Teilen seiner Partei und aus der rechtsorientierten "Pegida"-Bewegung relativiert. Er äußerte sich beim Kongress des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger.

Der AfD-Vize räumte in Berlin ein, es gebe eine Menge Zeitungen, die faktenorientiert berichten. Er kritisierte aber zugleich, dass im vergangenen Jahr in vielen Medien Menschen nicht vorgekommen seien, die gegen die Einwanderung waren.

Der stellvertretende "Bild"-Chefredakteur Nikolaus Blome wies den Vorwurf der AfD zurück, die Partei sei in Medien totgeschwiegen worden. Über die Partei sei gerade in ihren Anfängen zur Zeit der Euro-Rettung umfassend berichtet worden. Auch in der Flüchtlingsfrage habe sehr bald eine streitbare Debatte eingesetzt.

Peter Pauls, Chefredakteur des "Kölner Stadt-Anzeigers, sagte, wer von "Lügenpresse" oder "Lückenpresse" spreche, vereinfache das Denken und schaffe Feindbilder. Er verwahrte sich gegen die Behauptung eines pauschalen Medien-Versagens nach der Silvesternacht in der Domstadt. Die Kölner Medien hätten von Anfang an die Dinge beim Namen genannt.